Zwei neue Kunstfahrräder für „TG Höchberg von 1862 Radsport Solidarität“

Höchberg, im Oktober 2016

Kunstradfahren hat in Höchberg eine lange Tradition und erfolgreiche Sportler sind aus dem kleinen Verein „TG Höchberg von 1862 Radsport Solidarität“ auch schon viele hervor gegangen. Im Moment sind die Schwestern Rebecca und Veronika Stamm (Vierte und Fünfte von links) die Aushängeschilder.

Große Turniere stehen an

Die beiden Mädels fahren im Bundeskader und starten für den Höchberger Verein bei deutschen und internationalen Meisterschaften. Ihre Fahrräder sind individuelle Einzelanfertigungen. „Wir wurden genau vermessen und dann die Räder exakt auf uns angepasst, was beispielsweise Rahmen, Lenker oder auch Pedale angeht“, berichtet Veronika Stamm bei der Präsentation ihrer neuen Präzisionsräder. Nur noch drei Firmen in Europa verstehen sich auf die Herstellung der Kunstfahrräder, die ohne Übersetzung und Bremsen, dafür aber mit einem breiten Sattel und keinem Leerlauf maßgefertigt werden. Rund 2500 Euro kostet so ein Fahrrad. Die neuen Räder werden übrigens nicht mehr von einer Kette angetrieben, sondern über einen Keilriemen.

Der finanzielle Aufwand ist immens

"Wir sind nur ein kleiner Verein, deshalb sind solche Anschaffungen von Fahrrädern immer ein finanzieller Kraftakt“, zeigte sich Vorsitzender Joachim Gold (links) dankbar, dass die Raiffeisenbank Höchberg 1500 Euro für die beiden neuen Rädern gespendet hat. Vorstandsvorsitzender Norbert Dorbath (Dritter von rechts) schwang sich selbst auf den Sattel und merkte schnell, diese Fahrräder sind etwas Besonderes. „Wir freuen uns, mit der kleinen Spende einen Beitrag zum Fortbestand des Vereins geben zu können. Hier wird tolle Nachwuchsarbeit geleistet. Trainerin Andrea Stamm (rechts) berichtete, dass man derzeit eine gewaltige Nachfrage bei Kindern habe, die alle Kunstradfahren erlernen wollen.