Unterstützung für das Malteser KinderPalliativTeam

Leopold-Sonnemann-Realschule und Höchberger Banken spenden 3.800 Euro für schwerstkranke Kinder

Höchberg, im Dezember 2016

Die Freude war allen Anwesenden in der Leopold-Sonnemann-Realschule Höchberg bei der symbolischen Spendenübergabe Euro für das Malteser Kinderpalliativteam Unterfranken anzusehen. Das Geld ist der Erlös der beiden Weihnachtskonzerte der Realschüler Mitte Dezember. 1.800 Euro hatten die Eltern der Schülerinnen und Schüler in die Spendenkörbchen geworfen. „Das ist im Vergleich zu vergangenen Jahren eine sehr hohe Summe“, sagte Schulleiter Marcus Ramsteiner: „Sie haben die Herzen der Konzertbesucher offensichtlich mit diesem Thema angerührt.“ Angerührt von den Schilderungen von Elke Schellenberger, der Leiterin des Malteser Kinderpalliativteams, waren auch die beiden zufällig anwesenden Vertreter der in Höchberg ansässigen Geldinstitute. Spontan entschieden sich Norbert Dorbath, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Höchberg, und Burkard Ziegler, Gebietsdirektor der Sparkasse Mainfranken in Höchberg, den abendlichen Spendenerlös um jeweils 1.000 Euro zu ergänzen. So kam die stolze Summe von 3.800 Euro zusammen, die die Beteiligten noch vor Weihnachten an die Malteser übergaben.

Elke Schellenberger erläuterten noch einmal die Hintergründe und die dringende Notwendigkeit des Angebots eines Kinderpalliativteams für Unterfranken. Die Malteser haben sich zum Ziel gesetzt, im Frühjahr 2017 mit den ersten Teams aus Ärzten und Pflegekräften unterwegs zu den sterbenskranken Kindern zu sein. „Bis dahin ist es ein noch langer Weg, der insbesondere in der Aufbauphase finanzieller Unterstützung bedarf“, betonte Schellenberger. Daher seien die Malteser in der Diözese unendlich dankbar für die großartige Spende, aber weiterhin dringend auf Spenden angewiesen:

Jedes Jahr sterben etwa 50 Kinder und Jugendliche in Unterfranken an einer unheilbaren Krankheit. Wenn sich bei diesen jungen Menschen das Lebensende abzeichnet, wird es für viele Familien immer wichtiger, die verbleibende Zeit gemeinsam zu Hause verbringen zu können und nicht ständig im Krankenhaus sein zu müssen. Sie möchten nicht mehr getrennt sein - von einander, von Freunden, vom gewohnten Umfeld, der liebgewonnenen Umgebung. Aber das gelingt nur mit adäquater Unterstützung, insbesondere auch medizinischer und pflegerischer Hilfe. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ist seit 2007 gesetzlich verankert.

Im Februar 2016 haben die Malteser in der Diözese Würzburg die Trägerschaft für das Kinderpalliativteam Unterfranken übernommen und schließen damit in Bayern eine letzte Versorgungslücke. Im Frühjahr 2017 sollen die ersten Teams in Unterfranken zu den Kindern unterwegs sein.

Große Freude über 3.800 Euro Spendenerlös (von links): Stefan Körner, neuer Geschäfts-stellenleiter der Sparkasse Mainfranken in Höchberg, Schulleiter Marcus Ramsteiner, Elke Schellenberger, Leiterin des Malteser Kinderpalliativteams unterfranken, Norbert Dor-bath, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Höchberg eG